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Das Lied von Eis und Feuer 02: Das Erbe von Winterfell - George R.R. Martin Da der erste Band der „Game of Thrones“-Reihe in der neuen deutschen Übersetzung in zwei Teile geteilt ist, musste ich den zweiten Band gleich anfangen, nachdem ich den ersten gelesen hatte.
Zuviel von der Handlung möchte ich jetzt nicht verraten, allerdings könnte ich fast gar nichts vom Inhalt des Buches verraten, ohne zu spoilern, deshalb gilt für diese Bewertung: Spoilerwarnung!

Eddard Stark ist mit seinen Töchtern in den Südengereist und lebt jetzt als rechte Hand des Königs auf dessen Burg. Während Sansa, die ältere seiner beiden Töchter das sehr toll findet, da sie so wie eine Dame am Hofe leben und Prinz Joffrey anhimmeln kann, freundet sich Arya, seine jüngere Tochter, eher mit den Kindern der Bediensteten an, vermisst aber ihre Brüder sehr. Und Lord Eddard Stark geht auf, dass Robert nicht sehr viel Lust hat, Regierungsgeschäften nachzugehen…dafür hat er seine rechte Hand.

Mitten in den Nachforschungen über die seltsamen Ursachen des Todes der früheren rechten Hand des Königs bricht die Nachricht von König Roberts Tod. Dass Robert von einem Keiler schwer verwundet wurde, ist unverkennbar, aber dass er auch an diesen Verletzungen gestorben ist, will Eddard „Ned“ Stark nicht recht glauben. Doch wer Intrigen auf die Schliche kommt, muss selbst aufpassen, das lernen Ned und auch seine Töchter Arya und Sansa in diesem zweiten Band auf sehr drastische Art und Weise.

Aber der zweite Band enthält natürlich nicht nur diese Geschichte: Man kann weiter mit Catelyn, Neds Frau mitfiebern, deren Handlungsstrang sich einige Zeit lang mit dem von Tyrion Lennister, Cersei Lennisters kleinwüchsigem, vor Sarkasmus triefendem Bruder kreuzt. Man erfährt, wie es Jon Schnee an der Mauer geht, wie er sich bei der Nachtwache einlebt und was für eine Arbeit er schließlich, nachdem er sich bewährt hat, zugeteilt bekommt.

Nach diesem Band, in dem weiterhin sehr viele Intrigen eine Rolle spielten und in dem sich ein Großteil der Szenen auf dem Schlachtfeld abspielen, kann ich sagen, dass ich beginne, immer mehr der Charaktere zu mögen. Sie mögen einerseits sehr grausam sein, aber Martin beschreibt sie trotz allem auf eine Weise, dass der Leser ihnen (bei manchen Figuren mehr, bei anderen weniger) Sympathie entgegenbringt oder wenigstens deren Beweggründe nachvollziehen kann.

Auch die Entwicklung von Daenerys fand ich wieder sehr spannend. Sie wird im zweiten Band immer mehr zur Khaleesi und löst sich schließlich vollkommen von ihrem Bruder. Mit der Handlung um Dany, deren weitere Geschichte mich teilweise sehr traurig und wehmütig zurückließ, kommt auch wieder das Fantasy-Element zum Tragen, was mich sehr gefreut hat. Mir gefällt, in welche Richtung diese Bücher gehen und ich habe auch schon angefangen, den dritten Band der Saga zu lesen, da ich nach diesem Ende unbedingt wissen musste, wie es weitergeht!