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Seitenrascheln

Pride and Prejudice - Jane Austen „Pride and Prejudice“ stand bei mir seit 2007 im Regal. Ich hatte es mir im Original gekauft und wollte es auf jeden Fall lesen. Allerdings waren dann andere Bücher viel interessanter, sodass es Jahre ungelesen in meinem Regal verbringen musste. Letzten Monat befreite ich es endlich aus seinem traurigen Dasein und las es.

Zum Inhalt muss ich wohl kaum Worte verlieren, da ich denke, fast jeder weiß, worum es in Jane Austens „Pride and Prejudice“ geht. Dadurch, dass ich die Verfilmung mit Keira Knightley schon mehrmals gesehen habe, hatte ich leider schon Bilder der Charaktere im Kopf und konnte sie mir nicht „selbst“ vorstellen. Aber so schlimm fand ich das gar nicht.

Mir fiel es nicht leicht, in die Geschichte hineinzukommen, da die Sprache sehr blumig ist und das gesamte Buch hindurch eigentlich nicht sehr viel passiert. Bei der Verfilmung ist mir das gar nicht aufgefallen, während des Lesens dann allerdings schon. Vielleicht lag das aber auch daran, dass ich die Handlung schon kannte. Nachdem ich aber in den Schreibstil und in das Buch hineingefunden hatten, muss ich sagen – ich mochte es. Ich mochte es wirklich. Auch wenn es sich für mich nicht so leicht lesen ließ wie andere Bücher, die ich davor gelesen habe. Aber das habe ich bei einem Klassiker, den ich im Original lese (Übersetzungen von Klassikern habe ich schon viele gelesen), auch so erwartet.

Ich mochte die Figuren aus Jane Austens Feder sehr gerne, und zwar durch die Bank weg. Ob Lizzie, ihre sehr kindische und egoistische Schwester Lydia, Mr. Bingley, von dem man nicht allzu viel erfuhr, dafür sehr viel über ihn, das Ehepaar Bennett, sogar Bingleys Schwestern, die alles dafür taten, um Jane und ihn auseinanderzubringen. Aber alle Figuren hatten Tiefe und jede Figur hatte ihre Daseinsberechtigung.

Die Charaktere hatten Witz und Charme, die Geschichte ist toll, allerdings hatte sie für meinen Geschmack ziemliche Längen und ich wäre gerne einfacher in das Buch hineingekommen.