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Murder on Mulberry Bend - Victoria Thompson Die liebe X5-494 hat mich vor einigen Jahren auf diese Krimiserie von Victoria Thompson, die im 19., beginnenden 20. Jahrhundert spielt, aufmerksam gemacht. Und ich bin ihr immer noch echt dankbar dafür, obwohl ich es jetzt gerade einmal bis zu Band 5 geschafft habe. Aber die anderen Bände werden ganz sicher noch folgen!

Zusammen mit dem Witwer Richard Dennis besucht Sarah eine Mission, die sich um junge, mittellose Frauen, die von ihren Familien verstoßen wurden, kümmert und dafür sorgt, dass die Mädchen einen ehrbaren Beruf erlernen und nicht als Prostituierte auf der Straße landen. Dennis’ Frau hatte vor ihrem Tod ehrenamtlich in der Misson geholfen. Dennis versucht durch den Besuch und das Gespräch mit der Leiterin der Mission, mehr über seine verstorbene Frau zu erfahren, die er leider nur sehr oberflächlich kannte, da die beiden in der kurzen Zeit, in der sie verheiratet waren, kaum Zeit füreinander hatten.

Am Tag danach wird eine junge Frau im Park tot aufgefunden. Sie sieht aus wie Sarah Brand und trägt auch deren Klamotten, was Frank Malloy völlig in Panik verfallen lässt…

Mehr möchte ich vom Inhalt an dieser Stelle eigentlich noch nicht verraten, ich will ja niemanden spoilern. Ich brauchte wieder eine ganze Weile, bis ich in das Buch hineinkam. Das habe ich bei diesen Büchern aber immer und weiß nicht, ob es daran liegt, dass ich zuvor meist ein Buch auf deutsch gelesen habe, oder ob es mit der Erzählweise der Anfangsphase dieser Krimis zusammenhängt. Nach einigen Seiten war ich aber wieder ganz nah am Geschehen und fieberte mit.

Ich liebe es, wie Victoria Thompson dieses längst vergangene New York wieder auferstehen lässt und wie realistisch sie die Lebensweise und auch die Moralvorstellungen der Menschen der damaligen Zeit beschreibt. Ich tauchte wieder völlig in diese Welt ein und habe mich sehr über Malloys Eifersucht amüsiert, die ihn immer dann packt, wenn ein potentieller „Nebenbuhler“ Sarah Brandt zu nahe kommt. Ich mag diese sehr dezente Liebesgeschichte zwischen den beiden, die kein bisschen von jeweiligen Mordfall ablenkt und einfach zur Geschichte dazugehört. Ich bin auch schon sehr gespannt, wie sich die Beziehung zwischen Sarah und Frank weiterentwickeln wird.

Somit beinhaltet das Buch nicht nur Spannung, sondern auch Witz und eine ganz zarte, beinahe unauffällige Liebesgeschichte. Mir hat es sehr gut gefallen und den „Showdown“ am Schluss fand ich diesmal ganz besonders gelungen. Die gesamte Krimireihe ist auf jeden Fall empfehlenswert!