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Arkadien, Band 1: Arkadien erwacht - Kai Meyer Auch auf diese Trilogie machte mich eine Freundin aufmerksam. Da ich vor ewigen Zeiten mal ein Buch von Kai Meyer aus der Bibliothek ausgeliehen hatte und ich noch wusste, dass ich das damals ziemlich gut fand, beschloss ich, die Arkadien-Trilogie auch mal zu lesen. Schon der Klappentext klang sehr spannend: Raubtiere, ein Geheimnis, Verfeindete Mafia-Clans, eine „Romeo & Julia“ – Liebesgeschichte? Das musste ich lesen!

Der Anfang erinnerte mich entfernt an „Twilight“, da die Hauptprotagonistin, Rosa, zu ihrer Familie nach Sizilien fliegt, aber ihr gesamtes bisheriges Leben in den USA verbracht hat. Damit hören die Gemeinsamkeiten mit „Twilight“ aber zum Glück auch wieder auf. Im Flugzeug begegnet Rosa Alessandro, der ihr sofort auffällt. Allerdings gehört er dem Mafia-Clan an, mit dem Rosas Familie bis auf den Tod verfeindet ist. Erst kümmert sie das nicht, schließlich möchte sie einfach nur ihr Leben in den USA hinter sich lassen, aber nach und nach kann sie gar nicht mehr anders, als sich in Familienangelegenheiten hineinziehen zu lassen. Denn alle Clans der Cosa Nostra umgibt ein Geheimnis, das noch viel gefährlicher ist, als „nur“ der Mafia anzugehören…

Dieses Buch hat mich von Anfang an gefesselt. Anfangs kam ich leider nur nicht einmal eine Stunde am Tag zum Lesen, aber auf der Zugfahrt, die ich dann unternommen habe, habe ich das Buch dann fast gar nicht mehr aus der Hand legen können. Kai Meyer hat einfach einen sehr tollen Schreibstil und die beiden Hauptcharaktere sind sehr interessant. Man möchte von Anfang an unbedingt mehr über sie und ihre Familien erfahren.

Rosa ist eine sehr schwierige junge Frau, aber gerade deshalb war sie mir sofort sympathisch – wenn auch nicht ganz, da sie es mit dem Gesetz nicht so genau nimmt, aber das gehört wohl bei einem Mitglied einer Familie, die der Cosa Nostra angehört, dazu. Alessandro wirkt ganz anders, nicht so aggressiv und menschenscheu wie Rosa, er war mir von Anfang an sehr sympathisch, auch wenn es immer wieder Momente gab, an denen Rosa (und somit auch ich) an seiner Loyalität ihr gegenüber zweifelte.

Ich fand es sehr toll, wie der Autor Fantasy-Elemente mit der realen Welt vermischt und einen das als Leser gar nicht stört. Am Anfang hätte ich nie geahnt, in welche Richtung sich dieses Buch entwickeln würde und vor allem fand ich es sehr spannend, das Geschehen aus dem Blickwinkel des einen oder anderen Clans der Cosa Nostra aus zu verfolgen, so etwas in der Art habe ich hier zum ersten Mal gelesen. Ich fand den Auftakt der Trilogie toll und werde die nächsten zwei Bände auf jeden Fall ebenfalls lesen. Ich kann diese Bücher nur empfehlen!