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The Selection - Kiera Cass Im Amerika der Zukunft, in dem dieses Buch spielt, ist die Bevölkerung Klassen eingeteilt. Die Klasse mit der Nummer 8 ist die Bevölkerungsschicht, die am Existenzminimum lebt, Menschen aus 1 oder 2 sind dagegen wohlhabend und meist adelig. America Singer ist als „5“ glücklich damit, eine Karriere als Musikerin zu beginnen und auf Festivitäten anderer Leute aufzutreten, um ihr Geld zu verdienen.

Doch Prinz Maxon sucht eine Frau und das hat schon sein Vater mit einer Methode getan, die sich „The Selection“ nennt. Dazu werden aus allen Frauen, die sich im Königreich Illéa beworben haben, 35 ausgesucht, die dann ins Schloss der Regentenfamilie eingeladen werden. Alle Damen dürfen mehr oder weniger Zeit mit Prinz Maxon verbringen. Der Prinz schickt nach und nach die Frauen, die ihm nicht gefallen, nach hause – bis nur noch eine übrig bleibt, die dann seine Frau wird. Das hört sich ziemlich nach „The Bachelor“ an und ist es eigentlich auch.

America hat gleich zwei Gründe, sich gar nicht für „The Selection“ zu bewerben: Zum einen findet sie das, was sie von Prinz Maxon bisher im Fernsehen gesehen hat, nicht sonderlich sympathisch und zum anderen führt sie schon eine Beziehung mit ihrer großen Liebe Aspen, der allerdings leider nur ein „6“ ist und gesellschaftlich eine Stufe unter ihr steht, weshalb die beiden die Beziehung geheim halten müssen.

Doch nachdem etwas für America unvorhergesehenes passiert und ihre Familie das Geld, das sie bekommt, wenn America ausgewählt wird und Zeit im Schloss verbringen darf, sehr gut gebrauchen kann, bewirbt sie sich, rechnet sich aber keine guten Chancen dabei aus. Es kommt allerdings, wie es kommen muss – America wird ausgewählt und gehört zu den 35 Frauen, die ins Schloss ziehen und Zeit mit Prinz Maxon verbringen dürfen. Schon die erste Begegnung zwischen America und Maxon verläuft äußerst ungünstig. Doch er scheint die aufmüpfige junge Frau von Anfang an zumindest auf freundschaftliche Weise in sein Herz geschlossen zu haben. Aber kann America wirklich ganz vergessen, für wen ihr Herz eigentlich immer noch schlägt?

Es hört sich unheimlich vorhersehbar und kitschig an – das ist dieses Buch aber nicht, zumindest habe ich das in diesem ersten Teil nicht so empfunden. Ich hatte keine großen Erwartungen an dieses Buch, wurde aber überrascht! Vor allem von America, die zwar einen sehr klischeehaften und blöden Namen hat, aber sehr sympathisch und authentisch rüberkommt. Ich mochte sie von Anfang an sehr gern und habe mich beim Lesen des Buches auch keinen Moment gelangweilt. Im Gegenteil, ich wollte immer wieder wissen, wie es weitergeht und bin jetzt schon sehr gespannt auf den zweiten Teil, da dies der erste Teil einer Trilogie ist. Und das, wo ich das Buch eigentlich nur lesen wollte, weil ich das Cover so schön fand…