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megchen

Seitenrascheln

Kind 44 - Tom Rob Smith, Armin Gontermann Endlich bin ich dazu gekommen, „Kind 44“ zu lesen. Dieses Buch steht schon lange bei meinen Eltern im Bücherregal und es hat mich schon allein durch das Cover sehr neugierig gemacht.

Leo Demidow, ein Offizier des Geheimdienstes unter Stalin, wird zu einer trauernden Familie geschickt, um ihnen einzubläuen, dass der Mord am jüngsten Sohn der Familie kein Mord, sondern ein Unfall war. So etwas wie Mord gibt es nämlich unter Stalin nicht. Doch der Fall lässt Leo nicht los und schließlich beginnt er auf eigene Faust und im Geheimen zu ermitteln, was nicht nur ihn in große Gefahr bringt, sondern alle, die ihm bei seinen Ermittlungen helfen und auch seine Familie. Bald stößt er auf weitere Kinderleichen, die ebenso ermordet wurden wie der Junge und für Leo zählt nur noch eines – diese mordende Bestie zur Strecke zu bringen. Notfalls auch unter Einsatz des eigenen Lebens.

Mehr kann ich von der Handlung nicht verraten, ohne fürchterlich zu spoilern. Anfangs war ich noch nicht so begeistert von der Geschichte, da sie ziemlich schleppend anfing und eigentlich auch von etwas ganz anderem handelte. Ich kam nicht gleich in die Geschichte hinein. Zuerst wurde der Mord erwähnt und danach ging es dann erst einmal ziemlich lange um etwas ganz anderes. Aber im Nachhinein finde ich das gar nicht mehr so schlimm und auch logisch, jetzt, wo ich weiß, was für Plot Twists dann noch auf mich warteten.

Das Buch hatte einige sehr überraschende Wendungen und ich fand es nicht nur spannend, sondern auch interessant, etwas mehr über die Zeit unter Stalin mitzubekommen, die ja nun wirklich für niemanden schön war.
Ich kann es jedenfalls auf alle Fälle empfehlen und fand es gegen Ende so spannend, dass ich gar nicht anders konnte, als das Buch in einem Rutsch auszulesen.