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Flashforward - Robert J. Sawyer Nachdem ich die TV-Serie „Flash Forward“ gesehen hatte, die ja leider nach der ersten Staffel wieder abgesetzt wurde, interessierte mich auch das Buch, auf dem die Serie lose basiert.
„Lose“ ist hier wirklich das Stichwort, denn im Buch geht es hauptsächlich um den Physiker Lloyd Simcoe, der am CERN in der Schweiz arbeitet. Bei einem Experiment kommt es dann zum sogenannten „Flash Forward“, bei dem Menschen überall auf der Welt für zwei Minuten in die Zukunft sehen können.

Während sich die Serie hauptsächlich um den CIA-Beamten Mark Benford dreht, kommt die CIA im Buch überhaupt nicht vor. Alle Hauptpersonen, die man kennenlernt, arbeiten und forschen am CERN. Es geht nicht so sehr um die Zukunftsversionen, die die Menschen gesehen haben, als darum, ob man den Versuch wiederholen sollte, um noch einmal einen Einblick in die Zukunft zu gewinnen, oder ob das unverantwortlich ist. Alles dreht sich im Lloyd, seine jetzige Frau, um seine Kollegen im CERN, von denen einer gar nichts gesehen hat, erfährt, dass er ermordet werden soll und Nachforschungen über seinen Tod anstellt (dieses Motiv ist auch in der Serie verwendet worden).

Ich habe das Buch als sehr viel „ruhiger“, nachdenklicher empfunden, als die Handlung, die sich in der Serie abspielte. Das Buch hat mir auch sehr gut gefallen, aber ich finde, dass man Buch und Serie eigentlich gar nicht miteinander vergleichen kann, sondern getrennt betrachten muss. Was mir an dem Buch überhaupt nicht gefiel, war, dass viele physische Theorien beschrieben wurden, die ich, die ich Physik in der Schule gehasst habe, nicht nachvollziehen konnte. Gefallen hat mir das Buch aber trotzdem, gerade weil es sich mit den moralischen Aspekten eines solchen „Flash Forward“ beschäftigt.