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Divergent - Veronica Roth Ich weiß nicht so genau, was ich eigentlich von „Divergent“ erwartet hatte. Ein typisches Jugendbuch. Ich hatte einige Rezensionen auf Bücherblogs gelesen und war deshalb neugierig. Dass mir das Buch und vor allem die Hauptfigur so gefallen würde, hätte ich nie gedacht.

Es geht um Beatrice, die ihr ganzes bisheriges Leben in der Gruppe „Abnegation“ lebt, in die sie hineingeboren wurde. Mit 16 Jahren müssen die Jugendlichen im Chicago der Zukunft wählen, in welcher Gruppe sie den Rest ihres Lebens verbringen möchten: „Abnegation“, die das Wohl anderer immer über ihr eigenes Wohl stellen, „Amity“, wo Harmonie und Freundschaft das höchste Gut ist, „Candor“, die die besten und intelligentesten Wissenschaftler zu ihrer Gruppe zählen können, und wo Ehrlichkeit über alles zählt und „Dauntless“, die Gruppe der unerschrockenen, bei denen nur derjenige überlebt, der tapfer und mutig ist und Gefahr nicht scheut, sondern fast schon liebt.

Beatrice kann durch ihre Entscheidungen im Test nicht eindeutig einer Gruppe zugeordnet werden, sie ist „divergent“, was sehr gefährlich ist und was sie niemandem erzählen soll, wie sie von der Frau erfährt, die den Test bei ihr durchgeführt hat. Beatrices Testergebnis wird gefälscht, sodass es so aussieht, als habe sie mitgeteilt bekommen, sie sei aufgrund des Tests „Abnegation“ zugeteilt worden.

Der Tag der Entscheidung kommt schließlich und Beatrices Bruder, über den sie immer gedacht hatte, er würde auf jeden Fall in der Gruppe „Abnegation“ und damit bei ihrer Familie und ihren Freunden bleiben, entscheidet sich dafür, in „Candor“ sein restliches Leben zu verbringen. Das macht Beatrice die Entscheidung noch schwerer, da sie für ihre Eltern fest damit gerechnet hatte, dass wenigstens eines ihrer Kinder ihnen erhalten bleibt, doch nichtsdestotrotz trifft Beatrice ihre Entscheidung…

Mehr vom Inhalt will ich hier nicht erreichen, da es die Spannung für diejenigen kaputtmachen würde, die das Buch noch nicht gelesen haben.
Die Idee hinter der Geschichte fand ich von Anfang an interessant: Dass Jugendliche, wenn sie ein bestimmtes Alter erreicht haben, einem Test unterzogen werden, dessen Ergebnis ihnen mitteilt, zu welcher Gruppe sie gehören. Die Entscheidung, in welcher Gruppe sie tatsächlich den Rest ihres Lebens verbringen wollen, bleibt trotz des Tests bei ihnen. Doch wenn sie eine neue Gruppe wählen, müssen sie sich, je nachdem welche Gruppe sie gewählt haben, erst bewähren, was sie mitunter all ihre Kräfte kosten kann.

Dieses Buch ist von der Thematik her natürlich nicht mit den Hunger Games zu vergleichen, aber es hat mich beim Lesen, wegen der Gewaltdarstellungen (oder wie heißt das denn in einem Buch? „Gewaltbeschreibungen“?) sehr daran erinnert. Ich hatte erwartet, ein Jugendbuch, das auf einer guten Idee basiert, aber ansonsten so vor sich hinplätschert, ich hatte leichte Lektüre erwartet und wurde dann vollkommen umgehauen. Im positiven Sinne, denn wenn ich nicht auch noch viel anderes zu tun gehabt hätte, hätte ich das Buch ab eines bestimmten Zeitpunktes in der Handlung nicht mehr aus der Hand legen können. Ich kann es nur weiterempfehlen und bin schon gespannt auf den zweiten Teil der Trilogie, den ich mir auch bald kaufen werde.