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Murder on Washington Square - Victoria Thompson Schon lange wollte ich mal wieder einen Band der Reihe um Sarah Brandt und Frank Malloy lesen. Im vierten Band der Krimiserie um die Hebamme und den Polizisten, die in New York einmal mehr, einmal weniger zusammenarbeiten, um Mordfälle zu lösen, geht es um eine junge bürgerliche Frau, die ermordet wurde. Annas Mörder ist auch schnell gefunden – Nelson Ellsworth, Sarahs Nachbar, hatte Kontakt zu der jungen Frau und sollte ihr Geld beschaffen, das er selbst nicht hatte.

Doch ist Nelson wirklich ein Mörder? Sarah zweifelt von Anfang an daran. Nelson hatte sie noch am Tag vor dem Mord gebeten, zusammen mit ihm Anna zu besuchen, um festzustellen, ob diese wirklich schwanger war. Doch das wollte die junge Frau partout nicht, war sich sicher, Sarah sei Nelsons Ehefrau und wurde hysterisch. Nun, da Anna tot ist, forscht Sarah nach. Und was sie und Frank Malloy mit der Zeit herausfinden, wirft gar kein so gutes Licht mehr auf das Mordopfer…

Es scheint, als hätten viele Menschen einen guten Grund gehabt, sie zu töten. Doch wer hat es getan? Diesmal ist Schnelligkeit beim Lösen des Falles gefragt, da Nelson verhaftet wurde und seine Unschuld bewiesen werden muss. Aber auch aus ganz egoistischen Gründen hofft Sarah, dass der Fall schnell gelöst sein wird – sie ist es leid, sich erst einmal durch eine Schar neugieriger und aufdringlicher Journalisten kämpfen zu müssen, um ihr Haus betreten zu können. Malloy hingegen fürchtet im Grunde seines Herzens den Fall schnell gelöst zu haben, denn dann hätte er objektiv gesehen keinen Grund mehr, Sarah Brandt wiederzusehen. Und eigentlich ist ihm, auch wenn sie ihm bei den Ermittlungen wieder und wieder dazwischenfunkt und ihm einen Strich durch die Rechnung macht, nichts lieber als Sarahs Gesellschaft.

Wieder ein sehr spannender Krimi, von dessen Auflösung ich dann doch sehr überrascht war. Als Leser hat man hier sehr viele Leute, die man verdächtigt, aber auf diese Lösung wäre ich ganz gewiss nicht gekommen. Ich mag auch Sarah und Frank sehr, selbst die sich wirklich sehr langsam anbahnende Liebesbeziehung zwischen den beiden finde ich sehr süß, wo ich so etwas doch bei anderen Krimis häufiger als etwas störend empfunden habe. Ich bin schon sehr gespannt auf den nächsten Fall der beiden, der fünfte Band steht auch schon in meinem Bücherregal.