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Roter Engel - Tess Gerritsen In diesem Thriller geht es um die junge Ärztin Toby Harper. In deren Nachtschicht wird ein Patient in die Notaufnahme eingeliefert, ein älterer Mann, den die Polizei nackt und verwirrt vor sich hinbrabbelnd im Park gefunden hatte und nun ins Krankenhaus gebracht hat.
Toby kümmert sich um den alten Mann, bekommt dann allerdings noch einen Notfall, um den sie sich kümmern muss. Als sie später an diesem frühen Morgen nach ihrem seltsamen Patienten sehen will, ist er verschwunden.

Hinzu kommt noch, dass der Sohn des alten Mannes auftaucht und der festen Überzeugung ist, dass ein Vater nicht dement ist und vor einer Woche noch völlig normal mit ihm gesprochen habe. Nach dem Verschwinden des Mannes will nicht nur dessen Sohn, sondern auch die Krankenhausleitung Toby, die für ihren Patienten verantwortlich war, zur Rechenschaft ziehen.

Der alte Mann ist wie vom Erdboden verschwunden und schließlich wird ein weiterer älterer Mann, dessen Körper aber noch viel jünger wirkt, als er eigentlich ist, in verwirrtem Zustand und mit Zuckungen im rechten Arm ins Krankenhaus eingeliefert, wo er eine Woche später stirbt. Nicht nur Toby, sondern auch der Pathologe Daniel Dvorak wird hellhörig, als herauskommt, dass beide Patienten in der Seniorenresidenz Brant Hill wohnten. Kann es sein, dass den Bewohnern, die es wünschen, Hormone verabreicht werden, eine sogenannte Verjüngungskur?

Doch all diese Bewohner werden früher oder später in verwirrtem Zustand ins Krankenhaus eingeliefert und sterben wenig später, da sie an einer seltenen, tödlichen Krankheit leiden. Das kann kein Zufall sein, aber irgendjemand versucht mit aller Macht zu verhindern, dass Toby und Dvorak hinter die wahren Gründe der seltsamen Todesfälle in Brant Hill kommen.

Wieder ein sehr, sehr spannender Medizin-Thriller aus der Feder von Tess Gerritsen. Auch wenn dies kein Thriller der Rizzoli/Isles-Reihe war, habe ich das Buch gern gelesen. Es war wirklich spannend und ich konnte es zeitweise kaum aus der Hand legen. Ich finde es auch immer wieder schön, dass Tess Gerritsen nicht nur ihre Hauptpersonen zu Wort kommen lässt und näher beschreibt, sondern dass man auch sehr viel vom „Innenleben“ einiger Nebenpersonen mitbekommt. Empfehlenswert!