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Der Fluch - Krystyna Kuhn Ich war ja sehr gespannt auf den ersten Band der zweiten Season der Reihe um „das Tal“. In diesem Band geht es hauptsächlich um Rose, die in den vorherigen Bänden als freundlich und fürsorglich beschrieben wurde, die immer für ihre Freunde da ist, aber von der niemand so recht weiß, was in ihr vorgeht und wieso sie sich alle zwei Wochen den Kopf rasiert, um auch weiterhin mit einer Glatze herumzulaufen.

Ein Jahr sind Benjamin, Julia, Robert, Chris, Katie, Debbie, David und Rose nun schon im Tal und gehen aufs „Grace College“. Rose hat in ihrem zweiten Jahr die Rolle der Betreuerin für die weiblichen Frehsmen übernommen und macht sich darin auch gut, wie sie findet. Allerdings gibt es am ersten Tag, an dem „Roses“ Freshmen am Unterricht teilnehmen sollen, ein heilloses Durcheinander mit den Stundenplänen, das au Rose zurückfällt. Und nicht nur dieses Ereignis macht ihr bald klar, dass ihr jemand schaden will, jemand, der viel zu sehr über ihre Vergangenheit, die sie selbst am liebsten vergessen würde, weiß.

Nach und nach wird dem Leser offenbart, was in Roses Vergangenheit in Bosten passiert ist, doch wie sie selbst weiß auch der Leser nicht, weshalb Alison, ein Mädchen, das, obwohl es erst dieses Jahr ans Grace gekommen ist, im selben Jahrgang wie Rose ist, dieselben Kurse besucht, ihre Nähe sucht und unbedingt mit ihr sprechen möchte. Rose willigt ein, Alison an einer einsamen Hütte im Sperrgebiet zu treffen, doch als sie dort ankommt, ist etwas Schreckliches geschehen, das Rose nur noch mehr in Angst versetzt. Für sie wird es nun Zeit, zu ihrer Vergangenheit zu stehen, zu den Fehlern, die sie gemacht hat und ihren Freunden endlich von all dem zu erzählen, was sie versuchte zu verdrängen und was sie jetzt mit aller Macht wieder heimsucht. Denn ohne die Hilfe ihrer Freunde wird Rose es nicht schaffen, sich gegen die geheimnisvolle Person, die sie bedroht, zu wehren.

Ich fand es sehr toll, dass man in diesem Band sehr viel von Roses Charakter und auch von ihrer Vergangenheit kennenlernt. Ich muss sagen, Rose ist zu meiner Lieblingsfigur geworden, mit ihr kann ich mich, nachdem ich diesen Band gelesen habe, am meisten identifizieren. Sie tut mir, aufgrund dessen, was sie in Boston erleben musste, sehr leid und ich fand es sehr schön, zu sehen, dass sie erkennt, dass sie die Schrecken der Vergangenheit nur bekämpfen kann, wenn man sich seinen Freunden anvertraut.

Die Geschichte um Rose fand ich so spannend, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Zwischendurch bekommt man immer wieder Bruchstücke aus Dave Yellards Tagebuch. Allerdings hätte ich mir in diesem Band etwas mehr Antworten auf die Fragen, die die Autorin im Band davor aufgeworfen hat, gewünscht, aber vielleicht bekommt man ja in den folgenden Bänden noch Antworten auf all diese Fragen.

Es war wieder ein sehr, sehr spannendes Lesevergnügen und ich freue mich schon darauf, den zweiten Band der zweiten Season zu lesen.