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megchen

Seitenrascheln

Der Graf von Monte Christo - Alexandre Dumas Wow. Was für ein Buch. Ich liebe es, ich liebe es wirklich. Ich mag Dumas' Schreibstil generell, obwohl er natürlich etwas altertümlich ist, was ja klar ist. So im Überblick kannte ich die Geschichte von Edmond Dantes, dem Grafen von Monte Christo ja schon, aber gerade die ganzen vielfältigen Nebenhandlungen machen das Buch ja 1.200 Seiten stark.
Manchmal war ich etwas verwirrt, weil Dumas in diesem Roman einfach so eine Fülle an Protagonisten geschaffen hat, dass man irgendwann nicht mehr genau weiß, wer jetzt mit wem was getan hat und was das auf die anderen Personen für einen Einfluss hatte.
Aber mir hat das jetzt nicht so viel ausgemacht.
Ich fand es faszinierend, mit welcher Gerissenheit und welcher Kaltherzigkeit er seine Rache geplant hat, aber wer könnte ihm diese Rache verdenken, nachdem er zwanzig lange Jahre im Kerker des Chateau If verbringen musste und es geschafft hat, darüber nicht zu verzweifeln oder einfach verrückt zu werden. Schön fand ich es auch, dass deutlich wurde, dass auch der Graf von Monte Christo Gewissensbisse verspürt und durchaus auch Gnade walten lässt.
Ich bin begeistert von diesem Buch, auch wenn es viel ernster gemeint ist, als zum Beispiel "Die drei Musketiere" und auch wenn es bestimmt nicht jedermanns Sache ist.